Toyota Material Handling und BT verwenden kein einheitliches Fehlercodesystem. Bedeutung, Aufbau und Nummerierung eines Codes unterscheiden sich je nach Fahrzeugreihe, Baujahr, Seriennummer, Antriebsart, Steuergerät und Softwarestand.
Ein Code darf deshalb nie allein anhand einer Liste gedeutet werden. Zuerst müssen Modellbezeichnung und Seriennummer vom Typenschild geprüft werden – erst „Fehlercode + exakte Baureihe + Seriennummer“ ergibt eine belastbare Zuordnung. Dabei auf Bindestriche und Punkte achten: „C4“ ist nicht „C4-1“, „E101“ nicht „101“, „3.001“ nicht „3001“.
Dokumentieren Sie außerdem, wann der Code auftritt (beim Einschalten, Fahren, Heben, Lenken, unter Last, sporadisch oder dauerhaft) und ob Warnsymbole leuchten. Viele scheinbare Controller-, CAN- oder Sensorfehler entstehen durch eine instabile Versorgungsspannung – Batterie, Stecker, Sicherungen und Masseverbindungen zuerst prüfen. Den Fehlerspeicher nicht vorschnell löschen.
Die folgende Übersicht ist nach Fahrzeugfamilie geordnet; maßgeblich bleibt die zum konkreten Fahrzeug und zur Seriennummer gehörende Toyota-/BT-Serviceinformation.
Code-Arten bei Toyota / BT
Je nach Fahrzeug erscheinen ganz unterschiedliche Anzeigeformen – zum Beispiel reine Zahlencodes (104, 125), Buchstaben-Zahlen-Codes (E101, E214), Systemcodes (A0-1, C4-2, H1-5), Dezimalcodes (3.001, 3.596) oder Warncodes (C19, C41). Manche Fahrzeuge unterscheiden zusätzlich zwischen Warncode, Fehlercode und gespeichertem Fehler. Die Fahrer-Bedienungsanleitungen zeigen dabei oft nur eine Auswahl; weitere Codes sind dem Servicetechniker vorbehalten.
Wichtig: Ein Code ist ohne Fahrzeug nicht eindeutig. Ein E101 eines BT-Lagertechnikgeräts, ein A0-1 eines 8FBCU und ein 3.001 eines OSE-Geräts gehören zu völlig verschiedenen Diagnosesystemen. Immer Modell und Seriennummer vom Typenschild dazunehmen.
BT/Toyota OSE100W (Kommissionierer)
Dezimales System: die erste Ziffer deutet auf den Funktionsbereich (Fahrantrieb, Hydraulik, Lenkung, Zubehör). Nicht auf ältere OSE-, SPE-, LPE- oder 8FB-Baureihen übertragbar.
Code
Bedeutung
Grundmaßnahme
S-0h
Service erforderlich
Kundendienst
2.501
Batteriespannung niedrig
Batterie prüfen
3.001
Geschwindigkeitsregler beim Einschalten nicht neutral
Unterscheidet zwischen C-Warncodes und schwerwiegenderen E-Fehlercodes.
Warncodes (C)
Code
Bedeutung
C3
TLS-Bremsklotz-/Sicherheitssensor ausgelöst
C4
TLS nicht im normalen Betriebsmodus
C19
Parameterwerte nicht korrekt; Standardwerte geladen
C20
Geschwindigkeitsschalter beim Einschalten nicht neutral
C22
Walkie-Taste beim Start betätigt
C26
Keine Kommunikation mit der Lenkhilfe beim Neustart
C28
Not-Aus aktiviert
C29
Wartung fällig
C31
Hydrauliksensor-/Verkabelungsproblem
C35
Temperaturwarnung der Lenkhilfe
C41
Batteriespannung zu niedrig
C42
Batteriespannung zu hoch
C43
Transistorpanel zu heiß
Fehlercodes (E)
Code
Bedeutung
E50
Plattformschalter länger als zulässig aktiv
E80
Lenkhilfe fehlerhaft
E81
Unterspannung der Lenkhilfe
E101
Hardwarefehler
E104
Hardwarefehler
E106
Zu hoher Strom am Digitalausgang bzw. Feldstrom
E107
Hauptkontaktor schaltet nicht ein
E108
Kontaktor verschweißt
E110
Systemfehler
E113
Allgemeiner Fehler Lenkhilfe
E114–E134
Fehlerbereich Lenkhilfe (21 Einzelpositionen)
E135
Lenkpotentiometer muss kalibriert werden
E136
Lenkpotentiometer einstellen/ersetzen
E137
Prüfsummenfehler der Lenkhilfe
E138
Keine Kommunikation mit Lenkhilfe
E139
Übertragungsfehler
E140
Prüfsummenfehler
E141
Softwarefehler
E150
Übertragungsfehler
E151
Übertragungsfehler
E157
CAN-Bus-Fehler
E159
CAN-Bus-Fehler
E160
Sicherheits-Umkehrfunktion defekt
E200
Nebenschlussfeld-Wicklung offen
E201
M-Minus-Fehler der Transistoreinheit
E202
Fehler Stromnebenschluss/Transistoreinheit
E214
CAN-Timeout der Transistoreinheit
BT/Toyota SPE125–160 (und verwandte)
Ältere SPE-Geräte nutzen ein weiteres System, u. a. mit Fehlern der Power-Trak-/Pumpensteuerung.
Fehlercodes (E)
Code
Bedeutung
E063
Verkabelungs-/Power-Trak- oder Pumpentransistorfehler
E070
Nebenschlusswicklung Pumpenmotor offen
E071
M-Minus-Fehler Pumpenmotor-Transistoreinheit
E072
Stromnebenschlussfehler Pumpentransistoreinheit
E073
CAN-Timeout Pumpenmotor-Transistoreinheit
E090
Verkabelungsfehler am Hub-/Senkschalter
E101
Hardwarefehler
E104
Hardwarefehler
E106
Digitalausgang-/Feldstrom zu hoch
E107
Hauptkontaktor nicht eingeschaltet
E108
Kontaktor verschweißt
E110
Systemfehler
E140
Prüfsummenfehler
E141
Softwarefehler
E150
Übertragungsfehler
E151
Übertragungsfehler
E157
CAN-Bus-Fehler
E159
CAN-Bus-Fehler
E160
Sicherheits-Umkehrfunktion fehlerhaft
E200
Nebenschlussfeld-Wicklung offen
E201
M-Minus-Fehler
E202
Stromnebenschlussfehler
E214
CAN-Timeout der Transistoreinheit
Power-Trak-Warncodes (C)
Code
Bedeutung
C61
Hydrauliksensor-/Power-Trak-Verkabelungsproblem
C62
Hydraulikdruckproblem im Power-Trak-System
Für C61/C62 nennt Toyota/BT eine reduzierte Fahr-/Hubleistung als mögliche Auswirkung.
BT/Toyota LPE200
Nutzt eine Auswahl des E-Code-Systems. Bei einem Fehlercode ist grundsätzlich eine Fehlerbehebung vor weiterer Inbetriebnahme vorgesehen. Gleiche E-Codes wie bei SPE/OSE bedeuten aber nicht, dass Diagnoseabläufe austauschbar sind.
Code
Bedeutung
E101
Hardwarefehler
E104
Hardwarefehler
E106
Überstrom Digitalausgang/Feldstrom
E107
Hauptkontaktor nicht eingeschaltet
E108
Kontaktor verschweißt
E110
Systemfehler
E140
Prüfsummenfehler
E141
Softwarefehler
E150
Übertragungsfehler
E151
Übertragungsfehler
E157
CAN-Bus-Fehler
E159
CAN-Bus-Fehler
E160
Sicherheits-Umkehrfunktion defekt
E200
Nebenschlussfeld-Wicklung offen
E201
M-Minus-Fehler
E202
Stromnebenschlussfehler
E214
CAN-Timeout der Transistoreinheit
BT/Toyota RRE120M–RRE160M (Schubmaststapler)
Warncodes
Code
Bedeutung
3
TLS-Aufprallsensor aktiviert
4
Fahrzeug durch TLS-Codierung deaktiviert
5
Keine Kommunikation mit E/A-Einheit
11
Lenkelektronik überhitzt
13
Fehlende/zu wenige Impulse des Höhenmessgebers
14
Fahrersitzschalter ungewöhnlich lange aktiviert
15
Sicherheitsschalter ungewöhnlich lange aktiviert
16
Fahrpedal beim Einschalten betätigt
17
Bremspedal beim Einschalten betätigt
18
Mindestspannung der Logikbox-Batterie erreicht
19
Parameterwerte fehlerhaft; Standardwerte geladen
21–24
Falsches Signal eines Hydraulikgebers
25
Unterbrechung/Kurzschluss in Ventilkreis
26
Unterbrechung eines Hydraulik-/Fahrpedalgebers
27
Fehlerhafte Messung der Batteriekapazität
28
Not-Aus aktiviert
29
Wartung fällig
40–41
Frequenzumrichter bzw. Motor zu heiß
42
Frequenzumrichterfehler
43
Falsche Impulszahl des Fahrmotor-Gebers
46
Transistorpanel-Temperatur zu hoch/niedrig
48
Falsche Spannung am Transistorpanel
Fehlercodes
Code
Bedeutung
104
Feststellbremse fehlerhaft
106–108
Hauptkontaktor bzw. Hauptkontaktorausgang fehlerhaft
Die Bereiche 150–163, 200–215 und 220–235 fassen jeweils viele Einzelpositionen zusammen; die genaue Untercode-Diagnose steht in der Serviceunterlage.
BT/Toyota FRE270
Verwandt mit dem RRE-System, aber nicht automatisch identisch – eine RRE-Reparaturanweisung darf nicht ungeprüft auf einen FRE270 übertragen werden.
Code
Bedeutung
104
Park-/Feststellbremse fehlerhaft
106–108
Hauptkontaktor/Hauptkontaktorausgang fehlerhaft
111–112
Bremspedalpotentiometer fehlerhaft
120–121
Elektronikeinheit fehlerhaft
122
Lenkelektronik überhitzt
123
Elektronikeinheit fehlerhaft
125
Lenkgeber fehlerhaft
126
Lenkmotor fehlerhaft
127–140
Elektronik-/Steuerungsfehlerbereich
150–163
CAN-Übertragungsfehler
170
Fehler der Induktivsteuerung
Toyota 8FBCU (Elektro-Gegengewichtsstapler)
Für 8FBCU20/25/28/30/32 und 8FBCHU25 (Reparaturhandbuch CU347) ist das Diagnosesystem deutlich umfangreicher – zusammen weit über hundert einzelne Codepositionen.
C4-1 bis C4-6 behandelt Toyota gemeinsam als Fehler des Beschleunigungs-/Fahrpedalsensors (Accelerator Sensor).
Pumpenmotor und Hydraulik-Leistungsteil (E-Codes)
Code
Bedeutung
E0-2
Pumpenmotor-Leistungskreis fehlerhaft
E1-1
Stromsensor Pumpenmotor
E1-2
Überstrom Pumpenmotor
E2-1
Pumpenmotor überhitzt
E2-2
Temperatursensor Pumpenmotor fehlerhaft
E3-1
Temperatursensor Pumpenmotor-Leistungskreis
E8-1
Pumpenmotor-Drehzahlsensor Kurzschluss
E8-2
Pumpenmotor-Drehzahlsensor Unterbrechung
EC-1–EC-8
CPU-Fehler Pumpenmotorsteuerung
Display und Kommunikation
Code
Bedeutung
EE-1
Kommunikation Hauptcontroller/Display
EE-2
Kommunikation Hauptcontroller/Display
F1-1
Display-/Versions-/Kommunikationsbereich
F1-2
Display-/Versions-/Kommunikationsbereich
F4-1–F4-8
CPU-Fehler Multifunktionsdisplay
FF-1
Versorgungs-/Überstromfehler
FF-2
Versorgungs-/Überstromfehler
SAS, Mast-, Last- und Lenksensoren
Das System SAS (System of Active Stability) nutzt zahlreiche zusätzliche Codes. Die Untercodes (-1, -2, …) unterscheiden meist Kurzschluss, Unterbrechung, unplausibles Signal oder fehlerhaftes Matching.
Code
System
32-1
EEPROM/Identifikation Fahrmotor-Treiber
32-3
EEPROM/Identifikation Pumpenmotor-Treiber
52-1–52-3
Gierratensensor (Yaw Rate Sensor)
54-1–54-4
Hinterachs-/Swing-Lock-Magnetventil
61-1–61-2
Lastsensor
62-1–62-2
Mast-Neigungswinkelsensor
63-1–63-3
Neigungsschalter
64-1–64-4
Hubabsenk-/Lift-Lock-Magnetventil
65-1–65-4
Neigungsregel-Magnetventil
66-1
Matching-/Abgleichwert fehlerhaft
67-1
Hubhöhenschalter
68-1–68-3
Hubhöhensensor
71-1–71-3
Radeinschlag-/Tire-Angle-Sensor
72-1–72-4
Lenkradwinkelsensor
73-1–73-4
Lenksynchronisations-/Knob-Position-Magnetventil
74-1
Geradeaus-/Radeinschlag-Matching außerhalb Bereich
Bedienhebel und Potentiometer (H-Codes)
Code
Bedeutung
H1-1–H1-5
Hubhebel-Potentiometer
H2-1–H2-5
Neigehebel-Potentiometer
H3-1–H3-5
Zusatzfunktion 1 – Hebelpotentiometer
H4-1–H4-5
Zusatzfunktion 2 – Hebelpotentiometer
Hydraulikmagnetventile
Code
System
H5-1–H5-6
Neige-/Tilt-Magnetventile
H6-1–H6-6
Hub-Proportionalventile
H7-1–H7-6
Zusatzfunktion 1 – Magnetventile
H8-1–H8-6
Zusatzfunktion 2 – Magnetventile
HB-1–HB-3
Relais-/Versorgungskreis Hydraulik
HC-1–HC-4
Unload-/Entlastungsventil
G5-1–G5-6
Aufprall-/Shock-Sensoren
Toyota 8FG / 8FD (Verbrenner)
Sekundärquelle: Diese 8FG-/8FD-Übersicht stammt aus einer öffentlichen Teil-Diagnoseliste, die sich selbst nur als Information (keine Reparaturanleitung) versteht und bestimmte 4Y-ECS-Benzinausführungen ausschließt. Geringere Quellenpriorität als die Toyota-/BT-Handbücher.
SAS und Sensorik
Code
Bedeutung
41-1
Matching-/Steckverbindungsfehler
51-1–51-2
Geschwindigkeitssensor
52-1–52-3
Gierratensensor
54-1
Swing-Lock-Magnetventil
61-1–61-2
Lastsensor
62-1–62-2
Mastneigungswinkelsensor
63-1–63-3
Neigehebelschalter
64-1
Lift-Lock-Magnetventil
65-1
Tilt-Control-Magnetventil
66-1
Matching-/Abgleichwert
67-1
Hubhöhenschalter
68-1–68-3
Hub-/Hubhöhenschalter bzw. Sensor
69-1
Rückwärts-Neigesperrventil
71-1–71-2
Radeinschlagsensor
72-1–72-4
Lenkwinkelsensor
73-1
Knob-/Lenkpositions-Magnetventil
74-1
Radeinschlag-/Geradeaus-Matching
Fahrer-, Motor- und Controllercodes
Code
Bedeutung
A5-1
Sitzschalter fehlerhaft
A7-1
Bremsschalter fehlerhaft
AF-1–AF-8
CPU-/Controllerfehler
C7-1–C7-2
Fahrtrichtungs-/Shift-Lever-Schalter
CA-1
Vorwärts-/Rückwärts-/Wandler-Relais
EC-1
Unload-Magnetventil
F1-1–F1-2
Kombiinstrument/Display
F4-1–F4-8
Display-/CPU-Fehler
Hydraulik
Code
Bedeutung
H1-1–H1-5
Hubhebel-Potentiometer
H2-1–H2-5
Neigehebel-Potentiometer
H3-1–H3-5
Zusatzfunktion 1 – Hebelpotentiometer
H4-1–H4-5
Zusatzfunktion 2 – Hebelpotentiometer
H5-1–H5-2
Hubmagnetventil
H6-1–H6-2
Neigemagnetventil
H7-1–H7-2
Zusatzfunktion 1 – Magnetventil
H8-1–H8-2
Zusatzfunktion 2 – Magnetventil
HA-1
3-/4-Wege-Umschaltrelais
Warum ein Toyota-Code nicht universell gilt
Dieselben oder ähnliche Nummern gehören je Fahrzeugfamilie zu verschiedenen Systemen:
Fahrzeugfamilie
Beispielcodes
OSE100W
3.001, 3.596, 5.326
OSE250 / 250P
C41, E101, E157
SPE125 / 160
E063, E073, E214
LPE200
E101, E160, E214
RRE120M–160M
104, 127, 150–163
FRE270
104, 150–163, 170
8FBCU
A0-1, C4-6, 52-1, H8-6
8FG / 8FD
41-1, A7-1, CA-1, HA-1
Grundregel: Fehlercode + Hersteller reicht nicht. Nötig sind Fehlercode + exakte Baureihe + Seriennummer und möglichst Baujahr/Steuerung. Auf Bindestriche und Punkte achten: C4 ≠ C4-1, E101 ≠ 101, 3.001 ≠ 3001.
Diese Sammlung dient der ersten Einordnung und ist keine vollständige Fehlercodeliste für alle Toyota-/BT-Fahrzeuge und kein Ersatz für Reparaturhandbuch, Schaltplan oder Diagnosesoftware. Bedeutung und Code hängen von Baureihe, Baujahr, Seriennummer, Steuergerät und Softwarestand ab. Sind Fahr-, Brems-, Lenk-, Mast-, Stabilitäts- (SAS) oder Personenschutzfunktionen betroffen, darf das Fahrzeug nicht einfach durch Aus-/Einschalten weiterbetrieben werden. Arbeiten an diesen Systemen gehören in die Hände qualifizierter Personen.
Fehlercodes anderer Marken
Fehlercodes sind herstellerspezifisch. Übersichten für weitere Marken im Stapler-Wiki:
Nein. Dieselbe Nummer gehört je Fahrzeugfamilie zu einem anderen Diagnosesystem. Ohne exakte Baureihe und Seriennummer ist eine eindeutige Zuordnung nicht seriös möglich.