Regelmäßig im Rahmen der Wartung und der vorgeschriebenen Sicherheitsprüfung; bei harter Nutzung entsprechend häufiger.
Mastketten: Verschleiß messen und sicher beurteilen
Hub- beziehungsweise Flyerketten verbinden den Hubzylinder mit dem Gabelträger und tragen bei jedem Hub sicherheitsrelevante Lasten. Verschleiß entsteht vor allem an Bolzen und Laschen und zeigt sich unter anderem als Längung.
Die Messung muss über eine definierte Anzahl von Teilungen unter den vom Hersteller vorgegebenen Bedingungen erfolgen – üblich ist eine Messstrecke über mehrere Kettenglieder (an ISO 4347 orientiert), die mit dem Sollmaß verglichen wird. Ein pauschaler Grenzwert von zwei Prozent ist dabei nicht für jede Staplerkette und jede Baureihe als allgemeine Regel geeignet. Maßgeblich sind Fahrzeughersteller, Kettenhersteller und die konkrete Prüfanweisung.
Zusätzlich zur Längung werden Korrosion, steife Gelenke, beschädigte Laschen, Bolzen und gleichmäßige Spannung geprüft. Bei paarweise arbeitenden Hubketten wird ein Austausch in der Regel als abgestimmter Satz durchgeführt – eine neue neben einer gelängten Kette führt zu Schieflast am Gabelträger. Nach dem Einbau werden beide Seiten so ausgeglichen, dass der Gabelträger waagerecht hängt, anschließend wird die Kette geölt. Eine zu lange genutzte Kette kann unter Last reißen; die Kettenprüfung ist deshalb fester Teil der wiederkehrenden Sicherheitsprüfung.
Häufige Fragen
Ja, wenn die richtige Messstrecke und das Sollmaß bekannt sind.
Bei paarweise arbeitenden Hubketten sollte die Herstelleranweisung beachtet werden; häufig ist ein Satztausch erforderlich.